Bohnen-Paradies Neue Welt: Fair gehandelte Bohnen aus Mexiko

Ursprung: Mexiko ist eines der zwei Zentren genetischer Vielfalt für Bohnen Spezies Phaseolus. Das andere Zentrum ist Bolivien. Vor 1492, dem Jahr als Kolumbus Amerika ‚entdeckte‘, gab es weder in Europa, noch sonst in der Welt Phaseolus Bohnen. Erst mit dem Auf- und Ausbau des spanischen Kolonialreiches gelangten Kulturpflanzen wie Kartoffeln, Tomaten und Bohnen nach Europa und Asien - Historiker nennen das den ‚kolumbianischen Austausch‘ (Ackerbohnen und Kirchererbsen stammen aus dem Nahen Osten).

Wir bieten 20 traditionelle Sorten an – eine wunderschöne Bohnensorte für jeden Anlass!

  • Frischund grün oder ausgereift und farbig

    Zwar gibt es hierzulande inzwischen beispielsweise in Bauerngärten viele ‚traditionelle‘ einheimische Bohnensorten - die ‚Dußlinger Bäckerschürze‘, eine schwarz-weiß gefleckte Bohne, sieht ihren mexikanischen Urahnen extrem ähnlich, wächst aber seit über 100 Jahren lokal angepasst in Schwaben: In kleinen, geschützt gelegenen Hausgärten gedeihen diese Bohnen meist gut, und wir essen sie als frische Bohnen. Zeit um auszureifen haben die diese Bohnen im gemäßigten europäischen Klima jedoch selten.

  • Gesund:

    Trockenbohnen erleben aktuell eine kleine Renaissance – zurecht: nach Fleisch sind sie eines der Nahrungsmittel mit extrem hoher ‚Nährstoff-Dichte‘. Dabei sind sie im Vergleich zu Fleisch äußerst preisgünstig - das gilt sogar für ‚Edelsorten‘ aus Fairem Handel – testen Sie einmal, wie viele Mahlzeiten Sie aus 500g Trockenbohnen bzw. 500g Fleisch machen können. Bohnen können außerdem extrem lange gelagert werden. Ihr hoher Faseranteil fördert eine gesunde Darmflora und macht sie damit zu einem idealen und lange völlig unterschätzten Nahrungsmittel für Veganer, Vegetarier, und Omnivoren.

  • Gut für den Boden

    Bohnen gehören zur großen Pflanzenfamilie der Leguminosen. Sie haben die einmalige Fähigkeit, Stickstoff aus der Luft zu holen und in ‚Wurzelknöllchen‘ im Boden zu speichern. Stickstoff ist für das Wachstum aller Pflanzen extrem wichtig und wird deshalb von der Düngemittelindustrie chemisch hergestellt. Erdölbasierte Kunstdünger sind bei Bohnen überflüssig!

Fair gehandelt — mit echter Absicherung

Warum Bohnen importieren? Bohnen der Spezies Phaseolus können in Mitteleuropa mit wenigen Ausnahmen nicht in großem Stil angebaut werden, weil sie unter den gegebenen klimatischen Bedingungen nicht ausreifen und daher nicht als Samen/Trockenbohnen geerntet werden können.
Die Klimakrise macht auch den mexikanischen Bauern schon jetzt zu schaffen und alte Sorten sind in der Regel weniger ertragreich als neue, kommerzielle Sorten, Landwirte zögern daher zunehmend, sie anzubauen. Vorauszahlungen (wie sie unser Lieferant anbietet) sind nur eine halbe Lösung: Bei Ernteausfall bleibt die Schuld bestehen. Weshalb wir vom BohnenParadies Neue Welt eine Fair Trade Prämie von15% auf den Erzeugerpreis (ex Farm) bezahlen. Dieses Geld fließt auf ein separates Bankkonto und dient als „Versicherung“ für Ernteausfälle, die nicht durch Verschulden der Landwirte verursacht wurden (force majeur - höhere Gewalt).
Außerdem helfen wir durch das Verpacken im Ursprung zum Erhalt von ein paar Arbeitsplätze bei.

Mehr über unsere Bohnen erfahren

Essen für mehr Biodiversität

Mit dem Kauf der Bohnen tragen wir in den Ursprungszentren Mexiko und Bolivien dazu bei, dass dort die genetische Vielfalt erhalten bleibt. Wir brauchen diese Vielfalt um die Zukunft unserer Ernährung zu sichern. Wegen der Klimakrise müssen Landwirte mit Ereignissen wie längeren Dürrephasen, Sturzregen und späten Frösten rechten. Alte Sorten enthalten in ihren Genen Jahrzehnte, manchmal Jahrhunderte von ‚Wachstumserfahrung‘. Nur wenn wir die genetische Vielfalt erhalten sind Züchter in der Lage durch Kreuzung neue Sorten zu züchten, die den jeweiligen klimatischen Verhältnissen besser angepasst sind. Also: Jetzt Bohnen kochen und genießen für die Zukunft unserer Kinder und Enkel!